Ärztliche Dozentin des UKS-Schulzentrums ist Gutachterin des Lehrbuches „Pflege Heute“

Ärztliche Lehrerinnen und Lehrer – ein Qualitätsmerkmal in der Pflegeausbildung

„Dr. med. Sieglinde Müller… nanu, den Namen habe ich doch schon einmal gehört?“ Beim Durchblättern ihres Pflegelehrbuchs sind die neuen Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung am Schulzentrums des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) auf einen Namen gestoßen, der ihnen bekannt vorkommt. Denn eben jene Frau Dr. med. Sieglinde Müller arbeitet als ärztliche Dozentin an der Schule für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege des UKS-Schulzentrums. Frau Dr. Müller war als Gutachterin der Neuauflage von „Pflege Heute“ beteiligt, das mittlerweile in der sechsten Auflage vorliegt und Generationen von Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler begleitet hat. Denn „Pflege Heute“ ist nicht irgendein Lehrbuch: Zusammen mit „Thiemes Pflege“ gilt es als das Standardlehrwerk in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung. „Das Lehrbuch erfüllt die Anforderungen des Krankenpflegegesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen“, so Frau Dr. Müller, „alle gesetzlich vorgeschriebenen Lerninhalte sind berücksichtigt und unterstützen die Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz.“

Frau Dr. Müller ist eine von drei festangestellten ärztlichen Dozenten an der Schule für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege. Nach ihrer Ausbildung zur Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin (MTLA) an der Universität Ulm und anschließender Tätigkeit als MTLA in der immunologischen Forschung und Pathologie nahm sie ihr Medizinstudium 1988 an der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes auf, welches sie 1995 mit der Promotion abschloss. „Die Zentrale Vergabe von Studienplätzen ist schuld, dass es mich ins Saarland verschlagen hat“, lacht die gebürtige Schwäbin. Nach Stationen in der Dermatologie, Onkologie/Hämatologie/Klinischen Immunologie und Pathologie arbeitet Frau Dr. Müller seit 2009 am UKS-Schulzentrum.

Ärztliche Lehrerinnen und Lehrer – ein Qualitätsmerkmal in der Pflegeausbildung

Ärztliche Honorardozentinnen und -dozenten gibt es an fast allen Pflegeschulen. „Festangestellte ärztliche Lehrerinnen und Lehrer sind hingegen selten zu finden und damit ein echtes Qualitätsmerkmal für die Pflegeausbildung“, sagt Ulrich Wirth, der als Leiter des Schulzentrums für die Ausbildung aller zwölf Gesundheitsfachberufe zuständig ist. „Während die meisten Pflegeschulen den ärztlichen Unterricht durch Honorarkräfte abdecken lassen, hat das UKS-Schulzentrum schon sehr früh auf festangestellte Ärztinnen und Ärzte gesetzt“, sagt Doris Grün, die die Schule für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege leitet. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: In der Vergangenheit fiel der Unterricht durch ärztliche Honorarkräfte mitunter kurzfristig aus, weil die Ärztinnen und Ärzte z.B. einen Notfall versorgen mussten. „Bei allem Verständnis dafür, dass die Patientenversorgung natürlich Vorrang hat – für die Unterrichtsplanung war das nicht immer einfach“, so Doris Grün. Und auch die anderen Schulen des Schulzentrums profitieren von der Expertise der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen: „Auch wir haben Unterrichtsinhalte, die von Ärztinnen und Ärzten abgedeckt werden müssen“, sagt Kirsten Glutting, die die Schulen für Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten und Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) leitet: „Mit Frau Dr. Müller sind wir doppelt froh, weil sie als ausgebildete MTLA die medizinischen Sachverhalte immer auch aus der Perspektive der Laborassistentin vermittelt.“

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