Homburger Physiotherapie-Schule informiert zum Welttag der Physiotherapie

Digital StillCamera

Jährlich am 8. September wird der internationale Tag der Physiotherapie von der World Confederation for Physical Therapy (WCPT) ausgerufen. Ziel des Aktionstages ist es, auf die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten der Physiotherapie aufmerksam zu machen sowie den Nutzen und Wert der physiotherapeutischen Arbeit anzuerkennen. Getreu dem diesjährigen Motto „Potenziale ausschöpfen“ nutzt die Schule für Physiotherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg diesen Tag, um über die vielfältigen Angebote der Physiotherapeuten aus Sicht der Ausbildung zu informieren: „Die Potenziale, die der medizinischen Versorgung durch die Physiotherapie zur Verfügung stehen, werden in einer fundierten Aus- und Weiterbildung an den Fachschulen und Fachhochschulen aufgebaut“, sagt Sigrid Martin-Köllner, stellvertretende Schulleitung der Homburger Physiotherapie-Schule: „Das dort vermittelte Wissen ist die Grundlage für die hohe Effizienz und die Erfolge physiotherapeutischer Arbeit.“

Gute Ausbildung als Brücke zwischen Prävention und Rehabilitation

„Die Physiotherapie ist einer der Grundpfeiler der medizinischen Versorgung und verdient die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit“, ist sich Schulleiterin Elisabeth Hegel sicher: „Ob präventiv, kurativ, rehabilitativ oder palliativ, es gibt kaum einen Bereich in der Medizin, der ohne Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten erfolgreich ist.“ Als Bewegungsexperten kennen Physiotherapeuten Krankheitsbilder sowie Risikofaktoren und können kompetent einschätzen, welche Auswirkungen diese auf den menschlichen Bewegungsapparat haben. Ob Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose, Inkontinenz, unfallbedingte Verletzungen oder andere Indikationen – die physiotherapeutische Arbeit hat das Ziel, die körperlichen Funktionen zu verbessern, Schmerzen mithilfe der Therapie zu lindern, die körperliche Fitness zu steigern und Menschen jeden Alters individuelle Tipps für den Alltag zu geben. Damit leistet Physiotherapie einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Gesellschaft. Und nicht nur das: Physiotherapie senkt nachweislich Kosten im Gesundheitswesen, denn Physiotherapie kann Operationen vermeiden, Krankheitstage reduzieren und Pflegebedürftigkeit verzögern oder sogar verhindern. „Doch nur durch eine kompetente und effiziente Ausbildung kann eine Brücke zwischen Prävention und Rehabilitation entstehen“, so Jannik Barz, Schülersprecher und Physiotherapie-Schüler im 5. Semester an der Schule für Physiotherapie des UKS.

Physiotherapeuten – unverzichtbar in der medizinischen Versorgung

Als Experten für Bewegung und Physiotherapie sind Physiotherapeuten in der medizinischen Versorgung unverzichtbar. „Deswegen ist es dringend notwendig, das Licht unter dem Scheffel hervor zu holen, die Realitäten des Alltags zu erkennen und die Bedeutung des Berufszweiges zu betonen. Dazu bietet es sich an, den Welttag der Physiotherapie zu nutzen“, bringt es Elisabeth Hegel auf den Punkt. Unterstützung gibt hier seit Jahren der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V., der als der größte von vier Berufsverbänden für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten die Interessen des Berufsstandes vertritt und damit einen Beitrag zu dessen Positionierung und Entwicklung im Kontext der gesellschaftlichen und gesundheitsökonomischen Entwicklung leistet.

„Wichtiger Grundstein dabei ist die fachliche und ökonomische Existenzsicherung unserer Mitglieder“, erklärt die Verbandsvorsitzende Andrea Rädlein. Deswegen hat sich der Verband unlängst mit seiner bundesweiten Kampagne „38,7 % mehr wert“ für eine spürbar bessere Vergütung physiotherapeutischer Leistungen eingesetzt. Das trifft auch innerhalb der Auszubildenden, den Physiotherapeuten von morgen, auf offene Ohren: „Damit die Potenziale der Physiotherapie voll ausgeschöpft werden können, muss die Vergütung der physiotherapeutischen Leistungen deren unverzichtbaren Wert in der medizinischen Versorgung widerspiegeln“, sagt Jannik Barz.

Schreibe einen Kommentar