Warum die Pflege älterer und alter Menschen eine wichtige Aufgabe ist

Zum Tag der älteren Menschen am 1. Oktober 2015

Credits: E-Plus Gruppe, Lizenz CC BY 2.0

Seit 1990 wird jedes Jahr am 1. Oktober der Tag der älteren Menschen – initiiert von den Vereinten Nationen – begangen. Dieser Tag möchte aufmerksam machen auf die Herausforderungen für unsere Gesellschaft: eine immer größere Anzahl älterer und alter Menschen, sich verändernde Familienstrukturen und Lebensmodelle und damit einhergehende Probleme, wenn es um die Unterstützung und Pflege älterer und alter Menschen geht. Der Tag der älteren Menschen möchte aber ebenso darauf verweisen, dass ältere und alte Menschen für unsere Gesellschaft einen Chancenreichtum bergen.

Pflegekräfte aus der Alten- und Gesundheits- und Krankenpflege sind ein wichtiger Bestandteil, um die Herausforderungen, die die größer werdende Zahl älterer und alter Menschen an die Gesellschaft stellen, zu meistern. Dabei spielt nicht nur die Versorgung hilfs- und pflegebedürftiger älterer Menschen eine Rolle, in der Pflegende, indem sie Betreuung und Unterstützung leisten, eine zentrale Rolle einnehmen. Gerade im Hinblick auf das steigende Lebensalter treten Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen als pflegerische Aufgaben in den Vordergrund.

Denn ältere Menschen sind nicht immer krank und auf Hilfe oder Pflege angewiesen, sondern nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Sie bringen eine Menge an Lebenserfahrung, vielfältige Kompetenzen und gesammeltes Wissen mit, wovon gerade junge Menschen profitieren können. Die Pflege spielt hier eine wichtige Rolle, indem sie die Ressourcen älterer und alter Menschen fördert. Damit trägt sie dazu bei, ein positives Bild von älteren Menschen zu stärken und so ein gutes Lebensumfeld für ältere und alte Menschen zu schaffen. Es ist eine zentrale Aufgabe von Pflegenden aus der Alten- oder Gesundheits- und Krankenpflege zu einer hohen Lebensqualität älterer und alter Menschen beizutragen, egal ob sie im Altenheim oder zu Hause leben, ob sie im Krankenhaus oder in einer Rehabilitationseinrichtung sind. Ursula Lehr, eine der in Deutschland führenden Gerontologinnen, hat dies so formuliert:

„Es kommt nicht nur drauf an, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden; es gilt, nicht nur dem Leben Jahre zu geben, sondern den Jahren Leben zu geben! Älterwerden in unserer Zeit ist völlig anders als Älterwerden in früheren Zeiten.“

Gerade weil sich das Älterwerden gewandelt hat und weiterhin wandeln wird, ist es wichtig, sich persönlich und beruflich damit auseinanderzusetzen, wie wir alt werden und wie wir mit den älteren und alten Menschen in unserer Gesellschaft umgehen möchten. Dazu ruft der Tag der älteren Menschen jedes Jahr aufs Neue auf.

Carolin Baczkiewicz ist Pflegewissenschaftlerin und examinierte Altenpflegerin und arbeitet als Lehrerin für Pflegeberufe in der Schule für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege des Universitätsklinikums des Saarlandes.

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