„Rückenwind“ für Ärzte und medizinisches Pflegepersonal

Andreas Heinz, Einrichtungsleitung Caritas-Zentrum Saarpfalz Migrationsberaterinnen Jennifer Mohler und Monika Herb sowie Ulrich Wirth, Leiter der Schule für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege an der Uniklinik Homburg (Foto: Dieter Schmitt)

Im Caritas-Zentrum Saarpfalz ist ein Projekt zur Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt, Schwerpunkt Gesundheitsberufe, gestartet. Hierzu kooperiert die Caritas mit der benachbarten Uniklinik Homburg. Das Projekt mit dem Namen „Rückenwind – Aldaam“ ist ein Teilprojekt des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, das von dem IQ-Landesnetzwerk Saarland koordiniert und unterstützt wird.

Die Idee und der Bedarf nach Coaching wurden in der Migrationsberatung schon länger deutlich. So fragten immer wieder Ärzte mit Migrationshintergrund, die ihre Facharzt-Ausbildung an der Universitätsklinik absolvieren, um Beratung und Unterstützung nach. Das Projekt wendet sich jetzt aber nicht nur an Menschen, die schon im Beruf sind, sondern hat auch die im Blick, die mit einer medizinischen Qualifizierung im Gepäck kommen und um ihre Anerkennung in Deutschland kämpfen. Hier sind zwischenzeitlich auch viele Flüchtlinge dabei.

Aldaam bedeutet im Arabischen Rückenwind.

Der Rückenwind kommt nun in Form eines Coachings-Programms, das speziell auf Gesundheitsberufe ausgerichtet ist. Die beiden Projektmitarbeiterinnen, Jennifer Mohler und Monika Herb, ermitteln in der Beratung mit einer ausführlichen Kompetenzanalyse den Förderbedarf und erstellen einen individuellen Coaching-Plan. Der sich anschließende Coaching-Prozess wird von beiden langfristig begleitet.

Engmaschige Kooperation mit Uni-Schulzentrum

Zentrale Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken Homburg. Der Leiter des Schulzentrums der Uniklinik, Ulrich Wirth, berichtet: „Wir kämpfen um jede Schülerin und um jeden Schüler“. Er bezieht sich dabei auf den großen Ausbildungsbedarf im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege. Insbesondere die einjährige Ausbildung zur „Krankenpflegehelferin“ und zum „Krankenpflegehelfer“ werde mehr und mehr von Menschen mit Migrationshintergrund. „Die Projektausrichtung, die auf eine rasche und nachhaltige Integration zielt, hat die Pflegedirektion überzeugt. Wir sind deshalb sehr gerne bei dem innovativen Caritas-Projekt dabei.“

Das Konzept, in das unter anderem auch Jobcenter und das Frauenbüro Saarpfalz eingebunden sind, ist Teil des IQ-Landesnetzwerkes Saarland und zunächst auf drei Jahre angelegt. Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ wird durch Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfond gefördert.

Text und Foto: Dieter Schmitt

Kontakt:

Caritas-Zentrum Saarpfalz
Schanzstraße 4
66424 Homburg
Telefon 06841/93485-0
E-Mail: caritas-zentrum.saarpfalz@caritas-speyer.de

Schreibe einen Kommentar