„Die Puppe verzeiht eigentlich alles“ – Notfalltraining in der Hebammenschule des UKS

Training an der Puppe, damit im Ernstfall alles klappt
Training an der Puppe, damit im Ernstfall alles klappt

„Notfall“ ist ein Wort, das Hebammen sowie Geburtshelfern den Schweiß aus den Poren treibt. Schließlich geht es darum, schnell, sicher und vor allem richtig zu handeln, damit Mutter und Kind keinen Schaden nehmen. Um Notfälle gut managen zu können, braucht es allerdings nicht nur Fachwissen, sondern es kommt dabei auch ganz besonders auf eine gute Kommunikation und auf gute Teamarbeit an. Da echte Notfälle glücklicherweise selten sind, gibt es allerdings auch selten Gelegenheit, dies zu üben. Daher gibt es am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg ein Simulationszentrum, in dem der Umgang mit Notfällen an speziellen Puppen geübt werden kann. Dies haben nun die Schülerinnen der Schule für Hebammen und Entbindungspflege am UKS genutzt.

Eingekleidet in die entsprechende Berufskleidung haben sie die Betreuung einer blutenden Frau nach der Geburt als Hebamme, Arzt und Oberarzt trainiert. „Es tat gut, mal in so eine Situation reinzuschnuppern, wie das so ist, wenn man die Verantwortung hat“, meinte eine Schülerin. Und sie waren sich einig, dass es super ist, hier die Möglichkeit zu haben, einen Notfall zu trainieren. Wenn was schiefgeht, leidet keine Patientin darunter. Die Puppe verzeiht eigentlich alles.
Und sie haben sich dabei ganz wacker geschlagen, wie die beiden Lehrhebammen Frau Gusenburger und Frau Mack meinten. Natürlich gab es auch Dinge, die verbesserungswürdig waren. Das genau ist ja der Sinn der Maßnahme: Fehler machen dürfen bei der Trockenübung, damit es dann im Echtfall besser klappt.
Alle sind sich am Ende einig: das werden wir wiederholen! Wir sind froh, dass wir hier an der Uniklinik diese technische Ausstattung haben und auch personell vom Simulationsteam so toll unterstützt werden. Ein echter Gewinn für die Ausbildung!

Susanne Mack

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