Ein Tag bei der Homburger Tafel – Diätazubis mittendrin

Melanie Freitag, Anne Hepp und Rebecca Rech sind Schülerinnen der Schule für Diätassistentinnen und Diätassistenten des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg. Im Rahmen einer Projektarbeit hatten sie sich mit der „Tafel“ beschäftigt. Die Tafeln haben sich zum Ziel gesetzt, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden, an Bedürftige zu verteilen. Die drei Azubis wollten wissen, wie frisch die Lebensmittel bei der Tafel sind, woher die Lebensmittel stammen, wer überhaupt Anspruch auf die Lebensmittel hat. Und überhaupt: was wäre, wenn es die Tafel nicht geben würde?

„Macht Euch ein Bild vor Ort!“

Eine von bundesweit 920 dieser allgemeinnützigen Organisationen gibt es auch in Homburg. Der Vorstand der Homburger Tafel, Roland Best, lud die Auszubildenden Ende August 2016 dazu ein, sich vor Ort ein Bild zu verschaffen. Er erläuterte den dreien zunächst die Geschichte und die Aufgabe der Tafel. Sodann erläuteret er die Prozesse von der Anlieferung bis zur Ausgabe der Nahrungsmittel. Anschließend arbeiteten Melanie, Anne und Rebecca in der Lebensmittelausgabe und stellten aus Obst gesunde Snacks her. „Als angehende Diätassistenten bringt Ihr die Kompetenz in Sachen Ernährungsberatung mit, das können wir hier sehr gut brauchen“, so Roland Best.

Ihre Eindrücke verarbeiteten die Auszubildenden zu einem Poster, welches sie zusammen mit Schulleiterin Ute Rost und Schulzentrumsleiter Ulrich Wirth dem Vorstand der Homburger Tafel im Dezember 2016 überreichten. Die Schülerinnen zeigten sich begeistert und liessen ihre Eindrücke noch einmal Revue passieren. „Wir finden das Engagement der Tafel absolut sinnvoll und wollen dies zukünftig unterstützen“, so Ute Rost. „Deshalb möchten wir die Zusammenarbeit verstetigen und alle unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Ausbildung einen Tag in der Tafel einsetzen.“ Weitere Projekte sind derzeit in Planung, so Frau Rost: „Ab ca. Mai werden wir uns im Teilungsunterricht Koch- und Küchentechnik und Diätetik/Ernährungsberatung mit Entwürfen für kleine Einheiten zur vollwertigen Mahlzeitengestaltung beschäftigen und die Zusammenarbeit vor Ort fortsetzen.“

Berufsbild Diätassistent/-in

Diätassistenten und Diätassistentinnen setzen in interdisziplinärer Zusammenarbeit und nach ärztlicher Verordnung wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der allgemeinen Ernährung und der speziellen Diätetik in die Praxis um. Sie sind häufig erste kompetente Ansprechpartner, wenn es um Essen und Trinken gesunder und insbesondere kranker Menschen geht. Das Hauptziel der Diätetik sind Ernährungsmaßnahmen um krankheitsspezifische Störungen zu verhindern oder zu behandeln und zum Erhalt oder zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen.

Wichtigste Kernaufgabe ist die Ernährungstherapie. In diesem Zusammenhang werden ernährungsmedizinisch anerkannte Kostformen zusammengestellt, hergestellt und deren jeweilige Wirksamkeit dokumentiert und überprüft. Auch Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit durch präventive Ernährung in unterschiedlichen Altersgruppen sind wichtige Aufgabenbereiche von Diätassistenten im Gesundheitssektor. Vorbeugende und therapeutische Maßnahmen werden bei Bedarf durch eine individualisierte Ernährungsberatung ergänzt.

Verantwortung zu übernehmen und verantwortlich zu handeln ist grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Perspektive.

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