„Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV“ – Homburger Physiotherapie-Azubis engagieren sich am Welt-Aids-Tag

Circa 86.000 Menschen leben in Deutschland mit dem HI-Virus. 2017 haben sich nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes rund 2.700 Menschen mit HIV infiziert – immerhin 200 Fälle weniger als im Jahr zuvor. Solch positive Entwicklungen sind unter anderem der Arbeit von Organisationen wie der Deutschen Aidshilfe zu verdanken, die sich mit Projekten zur Prävention und Selbsthilfe für einen besseren Umgang mit dem Thema einsetzt. Wie jedes Jahr wurde am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen, der dieses Mal unter dem Motto „Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV“ stattfand. Auch die Auszubildenden der Physiotherapieschule im Schulzentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg haben sich mit dem Thema befasst – und Gutes getan, wie die Physiotherapieschülerin Annika Maske berichtet. 

Am 29. November 2018 starteten wir einen Kuchenverkauf im Foyer der IMED, organisiert von unserer Lehrphysiotherapeutin Janina Görgen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Hierbei kam eine unglaubliche Summe von über 550 Euro zusammen, für die wir uns herzlich bei allen Spendern bedanken. Übergeben wurde die Spende – stellvertretend für alle Auszubildenden – von Yannick Bleymehl an Frank Kreutzer von der Aids-Hilfe Saar e.V, der am 6. Dezember 2018 einen Workshop zum Thema HIV hielt, zu dem die stellvertretende Schulleitung Sigrid Martin-Köllner eingeladen hatte, wobei es vor allem um das Thema im medizinischen Kontext und um die Stigmatisierung von an HIV Erkrankten ging.

Auch wir konnten dabei einiges dazulernen und mit dem einen oder anderen Vorurteil aufräumen. Neben den biomedizinischen Grundlagen waren für uns vor allem auch die psychosozialen Dimensionen der Infektion besonders wichtig. So berichten über 70% der HIV-Erkrankten über negative Erfahrungen im medizinischen Bereich, etwa in Krankenhaus oder in Arztpraxen. Hier kommen wir Physiotherapeuten ins Spiel, denn als medizinisches Personal können wir eine Diskriminierung von HIV-Patienten erkennen und verhindern.

Annika Maske, Physiotherapie-Schülerin der Schule für Physiotherapie im Schulzentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg