Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten: Dem SARS-Cov-2-Virus auf der Spur

Seit etwas mehr als einem Jahr wird die internationale Medienlandschaft von Medizinern und Wissenschaftlern dominiert, allen voran Virologen, Mikrobiologen und Hygienikern. Schuld daran hat die Covid 19-Pandemie. In Nachrichten und Talk Shows auf allen Kanälen erklären jeden Abend kompetente Experten die Welt der Viren. Dabei kommt meistens zu kurz, dass die medizinische Versorgung von Patienten und hier insbesondere Diagnostik und Therapie eine Gemeinschaftsarbeit ist. Denn wer SARS-Cov-2-positiv ist, wird im Labor herausgefunden, in der Regel aber nicht ausschließlich von Ärzten und Wissenschaftlern, sondern von Medizinisch-technischen Laborassistentinnen und Laborassistenten (MTLA). Die heimliche Hauptrolle beim Aufspüren des Virus spielen also die MTLA. „Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten: Dem SARS-Cov-2-Virus auf der Spur“ weiterlesen

Verordnung zur Sicherung der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen

Die durch Covid-19 verursachte pandemische Lage stellt die Krankenhäuser, die Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste sowie die Praxen vor enorme Herausforderungen.  Mit der „Verordnung zur Sicherung der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen während einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ vom 10. Juni 2020 wurden bereits Maßnahmen getroffen, um die Durchführung der Ausbildungen und der Prüfungen in den Gesundheitsfachberufen sicherzustellen.

Insbesondere sind Regelungen geschaffen worden, um vorübergehend von den Vorgaben der jeweiligen Berufsgesetze und -verordnungen abzuweichen. Dies sind vor allem Lockerungen hinsichtlich der Nutzung digitaler Unterrichtsformate, der Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse und der Durchführung von Simulationsprüfungen. Diese Regelungen waren zunächst befristet worden, werden deshalb nun dahingehend verlängert, dass die Verordnung erst ein Jahr nach Aufhebung der epidemischen Lage außer Kraft treten wird. Diesen Zeitpunkt wird der Deutsche Bundestag feststellen und verkünden.

Eine weitere Regelung von großer praktischer Bedeutung ist dabei die abweichende Qualifikationsanforderung für Praxisanleitende. Auf Grund der aktuellen epidemischen Lage können teilweise begonnene Kurse nicht zeitnah fortgeführt und abgeschlossen werden. Daher kann übergangsweise die Praxisanleitung auch durch Personen erfolgen, die derzeit die Weiterbildung zur Praxisanleitung absolvieren, aber selbst noch nicht über einen Abschluss verfügen.

Mit dem nun verkündeten „Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite“ wurde diese Möglichkeit bis zum 30.09.2022 verlängert. Damit können Fachkräfte die Praxisanleitung übernehmen, wenn sie bis zum 30.09.2022 die Weiterbildung als Praxisanleiter*in abschließen können.

Die konsolidierte Fassung der Verordnung zur Sicherung der Ausbildungen können Sie online hier finden .

 

Neue Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (27. März 2021)

Hier finden Sie die aktuelle Fassung der Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Für das Schulzentrum des UKS ist Kapitel 2: Pflegeschulen und Schulen für Gesundheitsfachberufe, §§ 4-6 zentral. Hervorzuheben ist, dass die Ausbildungsinhalte des theoretischen Unterrichts auch weiterhin im häuslichen Umfeld erlernt werden können, d.h. Home Schooling via Moodle wird uns auch weiterhin gestattet.

§ 4 Präsenzunterricht

(1) Der Präsenzunterricht in den Klassen der Pflegeschule und Schulen für Gesundheitsfachberufe im Saarland kann unter Einhaltung der einschlägigen Hygieneregeln und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sowie unter Berücksichtigung der Hygienepläne der jeweiligen Schule stattfinden, wenn er für die Abschlussklassen des letzten Ausbildungsjahres angeboten wird oder soweit er für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte oder Prüfungsleistungen zwingend erforderlich ist. Die Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie des Robert Koch-Instituts, die unter der Adresse www.rki.de/DE/Content/­InfAZ/­N/Neuartiges_­Coronavirus/Praevention-Schulen.html veröffentlicht sind, sind in ihrer jeweils geltenden Fassung entsprechend anzuwenden.

Die Regelungen zum Tragen eines Mund-Nasen­­-Schutzes nach § 1a Absatz 1 bis 5 gelten entsprechend.

Soweit baulich oder schulorganisatorisch möglich, ist im Schulgebäude sowie auf dem Schulgelände der Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen Personen einzuhalten. Hierzu sind durch die Schulleitung organisatorische Maßnahmen zu treffen, insbesondere die Markierung von Wegführungen für eine geordnete Zuführung sowie die versetzte Planung der Anfangs-, End- und Pausenzeiten.

(2) Die Ausbildungsinhalte des theoretischen Unterrichts sollen im häuslichen Umfeld erlernt werden; der Träger der praktischen Ausbildung hat nach Absprache mit der Schule die oder den Auszubildenden für diese Zeit freizustellen.

(3) Die Verordnung zur Sicherung der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen während einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 10. Juni 2020 (BAnz AT 12.06.2020 V1) gilt für die Ausbildung und Prüfung in der Krankenpflegehilfe nach der Verordnung zur Durchführung der Ausbildung und Prüfung in der Krankenpflegehilfe vom 1. Juli 2004 (Amtsbl. S. 1418), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 15. März 2017 (Amtsbl. I S. 476), in Verbindung mit § 59 Absatz 2 Satz 1 des Pflegeassistenzgesetzes vom 24. Juni 2020 (Amtsbl. I S. 529) sowie für die Ausbildung in der Altenpflegehilfe nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Altenpflegehilfeberuf vom 9. September 2003 (Amtsbl. S. 2518), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 24. November 2015 (Amtsbl. I S. 894), in Verbindung mit § 59 Absatz 1 Satz 1 des Pflegeassistenzgesetzes entsprechend.

§ 5 Prüfungsverfahren

(1) In Pflege- und Gesundheitsfachberufen ist die Durchführung von gesetzlich vorgeschriebenen mündlichen und schriftlichen Prüfungen unter Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen Maßgaben grundsätzlich zulässig.

(2) Praktische Prüfungen können unter Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen Maßgaben durchgeführt werden. Gegenüber dem Landesamt für Soziales – Zentralstelle für Gesundheitsberufe – ist anzuzeigen, wenn die praktische Prüfung auf Grundlage der einschlägigen berufsrechtlichen Regelungen als Simulationsprüfung durchgeführt wird.

§ 6 Durchführung von Weiterbildungen

Die Regelungen der §§ 4 und 5 gelten für Weiterbildungen auf Grundlage des Gesetzes Nr. 1419 über die Weiterbildung in den Gesundheits- und Altenpflegefachberufen und die Ausübung des Berufs der Hebamme und des Entbindungspflegers vom 25. November 1998 (Amtsbl. 1999 S. 142), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 11. November 2015 (Amtsbl. I S. 878), in der jeweils geltenden Fassung entsprechend.

 

Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden!

Broschüre für Ausbildungsinteressierte „Pflegeausbildung aktuell“

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat darauf hingewiesen, dass die Broschüre für Ausbildungsinteressierte „Pflegeausbildung aktuell“ in Papierform ab sofort kostenlos über die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hier bestellt werden kann. Die Broschüre wendet sich an alle Ausbildungsinteressierten, erläutert den Ablauf der neuen Pflegeausbildungen, geht auf die Zugangsvoraussetzungen ein und zeigt Karrierewege auf.

Erster generalistischer Kurs der Pflegeausbildung hat im UKS-Schulzentrum in Homburg unter Corona-Bedingungen begonnen

Jedes Jahr im April und Oktober beginnt die Pflegeausbildung im Schulzentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg. Das war auch in diesem Jahr so. Die Corona-Krise hat hier jedoch zu einem völlig veränderten Ansatz geführt. Da das Schulzentrum geschlossen und Präsenzunterricht nicht möglich war, wurden die Auszubildenden für die ersten sieben Wochen mittels E-Learning versorgt. „Erster generalistischer Kurs der Pflegeausbildung hat im UKS-Schulzentrum in Homburg unter Corona-Bedingungen begonnen“ weiterlesen

Neue Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (3. Mai 2020)

Die neuen saarländischen Regelungen finden Sie hier. Insbesondere ist der Unterricht in den Pflegeschulen und Schulen für Gesundheitsfachberufe sowie die Fort- und Weiterbildung in Artikel 3, Kapitel 2 geregelt. Dort heißt es:

§ 5 Präsenzunterricht
(1) Der Präsenzunterricht in den Klassen der Pflege- und Gesundheitsfachschulen im Saarland kann unter Einhaltung der einschlägigen Hygieneregelungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts ab dem 4. Mai 2020 wieder aufgenommen werden. Dabei ist zu beachten:
1. Die Gruppengröße ist in Abhängigkeit der in der jeweiligen Schule verfügbaren Räumlichkeiten zu wählen. Der Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen Personen ist sicherzustellen.
2. Der jeweilige Beginn der Präsenzeinheiten verschiedener Kurse und Kleingruppen soll versetzt geplant werden, sodass vermieden werden kann, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in die Gebäude ein- und austreten. Die jeweiligen Pausen der verschiedenen Kurse und Kleingruppen sollen versetzt geplant werden, sodass vermieden werden kann, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in den verfügbaren Pausen- und Gemeinschaftsräumen zusammentreffen. Auch in den Pausen ist der Mindestabstand zwischen den Personen einzuhalten.
3. Die besonderen Schutz- und Hygienevorkehrungen nach Maßgabe des § 1 Absatz 5 gelten entsprechend.
(2) Die Ausbildungsinhalte des theoretischen Unterrichts können weiterhin im häuslichen Umfeld erlernt werden; der Träger der praktischen Ausbildung hat nach Absprache mit der Schule die oder den Auszubildenden für diese Zeit freizustellen.

§ 6 Prüfungsverfahren
(1) In Pflege- und Gesundheitsfachberufen ist die Durchführung von gesetzlich vorgeschriebenen mündlichen und schriftlichen Prüfungen unter Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen Maßgaben grundsätzlich zulässig.
(2) Praktische Prüfungen können unter Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen Maßgaben durchgeführt werden. In Ausnahmefällen kann die praktische Prüfung als Simulationsprüfung nach Absprache mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie durchgeführt werden.

§ 7 Durchführung von Weiterbildungen
Die Regelungen der §§ 5 und 6 gelten für Weiterbildungen auf Grundlage des Gesetzes Nr. 1419 über die Weiterbildung in den Gesundheits- und Altenpflegefachberufen und die Ausübung des Berufs der Hebamme und des Entbindungspflegers vom 25. November 1998 (Amtsbl. 1999 S. 142), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 11. November 2015 (Amtsbl. I S. 878), in der jeweils geltenden Fassung, entsprechend.“

„Neue Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (3. Mai 2020)“ weiterlesen

Die Hebammenausbildung wird akademisch – und wir sind natürlich mit dabei

Zum 1. Januar 2020 ist der Beruf der Hebamme grundlegend reformiert worden – die Hebammenausbildung wird zu einer bundesweit neu geregelten, akademischen Ausbildung. Im Wintersemester 2021/22 wird im Saarland an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken der neue Studiengang an den Start gehen. Das neue duale Studium besteht aus einem Hochschul- und einem berufspraktischen Teil.

Damit ist der Hebammenkurs, der am 1. Oktober 2019 begonnen hat, unser letzter Kurs. Unsere Hebammenschule stellt nach 63 Jahren überaus erfolgreicher Arbeit die Ausbildung ein… nein, das tun wir ganz bestimmt nicht! Das Universitätsklinikum des Saarlandes wird verantwortliche Praxiseinrichtung im Studium und damit Ausbildungsort für den berufspraktischen Teil des Studiengangs, die Theorie wird in Saarbrücken gelehrt. Als Perinatalzentrum – Level I ist unsere Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin geradezu prädestiniert.

Was heißt das für sie, die Sie Hebamme werden möchten? Wir schließen „Ausbildungs“-Verträge mit „unseren“ Studierenden ab, d.h. als Studentin am Universitätsklinikum des saarlandes erhalten Sie eine Vergütung. Theorie in Saarbrücken, Praxis bei uns in Homburg und bei Kooperationspartnerinnen, etwa niedergelassenen Hebammen. Wir tragen die Verantwortung für die Durchführung des praktischen Teils und stellen sicher, dass Sie während Ihrer praktischen Ausbildung mindestens 25% Praxisanleitung bekommen.

Der Studiengang ist im Werden, sobald es einen neuen Sachstand gibt, ergänzen wir die Informationen auf dieser Seite.

Herzlich willkommen im UKS-Schulzentrum!

Heute haben wir unsere neuen Pflege|azubi und Diätassistentinnen und Diätassistenten an ihrem ersten Schultag begrüßt: gewohnt gut gelaunt und herzlich, aber virtuell. Aus Gründen.

Der Schulbetrieb wurde wie geplant am 1. April 2020 begonnen. Wir am UKSSchulzentrum beginnen natürlich nicht mit Praxiseinsätzen, gerade weil uns das Wohl unserer Auszubildenden und Patientinnen und Patienten am Herzen liegt. Wir beginnen mit “Social Distance Learning”, wie wir das – COVID 19-bedingt – nennen, von eLearning also. Darauf sind wir seit etwa fünf Jahren vorbereitet gewesen, da wir zusätzliche Lernangebote immer schon auf einer Moodle-Plattform angeboten haben. Und es funktioniert hervorragend. Die Auszubildenden nehmen die Distanz wahr, fühlen sich von den Pflegepädagoginnen aber sehr gut betreut. Untereinander wird schon fleißig gechattet. Und alle freuen sich schon darauf, sich auch in der Realität kennenzulernen. Wann das sein wird? Stay tuned…

UKSSchulzentrum COVID19 FlattenTheCurve StayAtHome